Arthrose im Sprunggelenk

Schlagwörter: Verschleiß im Sprunggelenk, OSG-Arthrose

Der Verschleiß im Sprunggelenk (Arthrose) beschreibt die zunehmende Abnutzung des Gelenks. Häufig ist dies die Folge von (wiederholten) Verletzungen. Es bilden sich knöcherne Anbauten an den Gelenkpartnern, welche die Beweglichkeit einschränken können. Zudem stellen rheumatische Erkrankungen eine häufige Ursache der Arthrose im Sprunggelenk dar. Durch die lang andauernde Entzündung der Gelenkschleimhaut wird der Gelenkknorpel schwer geschädigt. Zusätzliche Faktoren bei der Entstehung der Sprunggelenksarthrose sind zudem Übergewicht und genetische Veranlagung.

Operative Therapie

Bei gering ausgeprägtem Verschleiß des Gelenkes kann eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) zur Verbesserung der Beweglichkeit durchgeführt werden. Hierbei wird über einen kleinen Hautschnitt eine Kamera ins Gelenk eingeführt. Über einen weiteren Hautschnitt wird nun ein Instrument eingeführt und die störenden knöchernen Anbauten können unter Sicht kontrolliert abgetragen werden. Durch diesen Eingriff wird die Arthrose nicht beseitigt, jedoch können die Beweglichkeit des Gelenkes verbessert und die Schmerzen verringert werden.

Wenn der Verschleiß weiter fortgeschritten ist kann das Sprunggelenk durch ein künstliches Gelenk (Endoprothese) ersetzt werden. Hierdurch können die Schmerzen reduziert werden, die Beweglichkeit bleibt erhalten.

Wenn das Einbringen einer Prothese nicht mehr möglich ist, so kann eine Versteifung des Sprunggelenkes (Arthrodese) durchgeführt werden. Der geschädigte Gelenkknorpel wird entfernt und das Sprungbein an das Schienbein fixiert, so dass diese miteinander knöchern verwachsen.

Nachbehandlung

Nach dem Einbringen eines künstlichen Sprunggelenkes ist eine hochwertige Rehabilitationsmaßnahme mit intensiven physiotherapeutischen Anwendungen empfehlenswert. Nach der Versteifung des Sprunggelenks ist zunächst eine 6 bis12 Wochen andauernde Ruhigstellung des Gelenkes erforderlich, damit die Knochen stabil miteinander verwachsen können. Anschließend ist ebenfalls eine Rehabilitationsmaßnahme sinnvoll.